03.09.2010: Kalender

Kategorie: Rezensionen
Veröffentlicht von: ludin
Missions-Wandkalender 2011: „unterwegs sein“
Dem Thema „unterwegs sein“ ist der Wandkalender 2011 gewidmet, den die Schweizer Kapuziner herausgeben. Die heute so ausgeprägte Mobilität wird im ansprechend gestalteten Kalendarium durch Bilder und kurze Texte aus der Bibel, der Literatur und mit Sprichwörtern verschiedener Völker behandelt. Nützlich ist der Kalender auch durch die Hinweise auf die Tagesheiligen. Insgesamt sind fast 1000 Namenspatrone aufgeführt. Auf jedem Monatsblatt gibt es ausserdem ausreichend Platz für tägliche Notizen, sodass der Kalender auch als Agenda benutzt werden kann.
Der Missionskalender ist zum Preis von CHF 8.- erhältlich bei: Missionsprokura der Kapuziner, Postfach 1017, 4061 Olten. Telefon: 062 212 77 70. E-Mail: abo@kapuziner.org Internet:
http://kapuziner.de/sprov/de/medien/kalender/missionskalender/missionskal_2011.php

01.09.2010: Vor 44 Jahren

Kategorie: Varia
Veröffentlicht von: ludin
Ich trete in den Orden ein
Vor genau 44 Jahren, am 1. September 1966, abends um sechs Uhr, bin ich in Luzern ins Noviziat der Kapuziner eingetreten; zusammen mit neun weitern „ehrbaren Jünglingen“. Auf der lateinischen Einladung des Provinzials hiess es: „invito honestum juvenem“.
Damals war vieles anders. Die Gebete waren lateinisch. Als Novizen waren für uns so weltliche Dinge wie Zeitungen und Radio tabu. Wir waren praktisch die letzten, die nach der alten Ordenszucht aufgezogen wurden. Allerdings hatte es schon zwei Jahre vor uns zaghafte Reformansätze gegeben, so die Abschaffung der Tonsur.
Bald kamen die 68-er Jahre und im Orden das Motto: „Alle Brüder werden Menschen.“

01.09.2010: 2 Basler Abschiede

Kategorie: Varia
Veröffentlicht von: ludin
Freiwillig – unfreiwillig
Gestern mit gleicher Post angekommen:
-der „aufbruch“, mit einem fundierten Artikel von Michael Meier über Kukos schnellen Abschied als Bischof von Basel. Er habe die Diözese so verlassen, wie er sie geleitet habe: „mit Brief und Belehrung“.
-die BaslerZeitung (als Druckkunde des Verlags habe ich ein Gratis-Abo. Auf der Front wird der neue Chefredaktor vorgestellt, bisher Stellvertr. Chef des SVP-Blattes Weltwoche (einstens tatsächlich sehr weltoffen….). Am Schluss der Hinweis, der bisherige Chef habe das „Unternehmen bereits verlassen“. Kein Wörtchen des Dankes. Liebe SVP-Leute, wo bleibt da der Anstand?

31.08.2010: Provokation?

Kategorie: Varia
Veröffentlicht von: ludin
Inquisition
Als ich bei meinem letzten Spitaleintritt mein Zimmer betrat, lag auf einem der beiden Betten ein 20-Jähriger in einem schwarzen T-Shirt mit der Aufschrift in Fraktur:
„Inquisition
Hexenverbrennungen
Kreuzzüge –
Deine Kirche kann einiges feiern.“
Ich liess mich nicht provozieren und begrüsste den jungen Herrn freundlich – worauf er mir, wie nachher noch öfters, seine Hilfe anbot, wenn ich sie nötig hätte.
Ich dachte: Nicht jede öffentliche Provokation und wohl auch nicht jedes fromme zur Schau gestellte Glaubenszeugnis ist ernst gemeint…….

30.08.2010: Angst vor Spaltungen

Kategorie: Varia
Veröffentlicht von: ludin
Unterschriften für verheiratete Priester
Zwei junge jurassische Katholiken sammeln Unterschriften für die Weihe von „viri probati“. Die Petition ist zwar sehr moderat und dennoch unterstützungswürdig
http://ordination-hommes-maries.ch
Der GV des Bistums Lausanne…., Nicolas Betticher, befürchtet, dass die Frage der verheirateten Priester „die Gemeinschaften spalten könne“. Na ja, lassen wir alle beim Alten. In wenigen Jahren gibt es in den meisten grössern Regionen nur noch einen einzigen Priester. Und dann herrscht wenigstens Einigkeit im betreffenden Presbyterium ….

29.08.2010: Quergedanken

Kategorie: Aphorismen
Veröffentlicht von: ludin
Bessere Zeiten

(Letzte Woche war ich nach der 3. Chemo recht erschöpft. Trotzdem war es mein Ehrgeiz, jeden Tag einen Eintrag zu produzieren. Allerdings qualitativ oder quantitiv in bescheidenerem Rahmen. Hoffen wir auf bessere Zeiten ....)

Die meisten Zeitgenossen haben keine Zeit.

Wer andere kleinkriegen will,
ist nicht wirklich gross.

Hoffen wir auf bessere Zeiten.
Die schlechteren kommen von selbst.

Es gibt Leute, die so lustig sind,
dass den andern das Lachen vergeht.
Kategorie: Varia
Veröffentlicht von: ludin
… aus dem vorletzten Jahrtausend
Papst Benedikt outet sich als „Freund und „Lebensgefährten“ des heiligen Augustinus. Er hätte sich wohl auch als seinen „Zeitgenossen“ bezeichnen können. Aber was sollen wir mit einem Papst anfangen, der im vorletzten Jahrtausend lebt??? Ratzinger kann nichts dafür. Aber jene, die ihn gewählt haben ….
Übrigens: Während den internationalen Bischofssynoden waren wir jeweils wöchentlich zu einem Pressetee der dt. Bischöfe eingeladen. Wenn Kardinal Ratzinger jeden einzelnen von uns mit seinem sanften Händedruck freundlich begrüsste und „Ratzinger“ flüsterte (obwohl ihn jeder kannte …); wenn er dann vorne am Tisch sass, mit seinen schlohweissen Haaren und seiner sanften Stimme, fragte ich mich, ob dieser Mensch noch von unserer Welt war. Und als ich ihn zufällig beim TV-Zappen in einem mittelalterlichen Gemäuer sitzend und eine Meditation vortragen sah, musste ich unwillkürlich an ein Gespenst denken ….

27.08.2010: Fast ein Tagebuch

Kategorie: Varia
Veröffentlicht von: ludin
Neues Format fürs ite
Der heutige Blog ist, wie es eigentlich sein sollte, fast ein Tagebuch (des gestrigen Tages). Um 8.30 hatte ich im Spital mit dem Onkologen ein Gespräch, mit vorausgehender Blutkontrolle. Blutwerte wieder sehr gut. Am 8. September wird entschieden, ob eine vierte Runde Chemo folgt. Eigentlich hätte der Abschluss schon letzte Woche sein sollen. Doch es gibt immer wieder Verzögerungen. Was solls.
Anschliessend war ich, erstmals seit meiner schweren OP am 19. Mai, wieder an einer Sitzung: ite-Kommission, die das neue Format. ab Jan., besprach. Das bisherige unserer Eine-Welt-Zeitschrift ist so klein, dass viele nicht sehr wertschätzend von einem „Heftli“ sprechen. Trotzdem sehr lesenswert. Vgl.
http://www.kapuziner.org/ite

26.08.2010: Pflegefachfrau ...

Kategorie: Varia
Veröffentlicht von: ludin
… u. ä.
Bekanntlich gibt es in unsern Spitälern statt „Schwestern“ „Pflegefachfrauen“ (und –Männer). Könnte man nicht auch andere Berufe umbenennen. Zum Beispiel: Statt zu überlegen, ob ich mich Journalist nennen und/oder (als Aphoristiker) Schriftsteller oder sogar den etwas hoch gestochenen Begriff Publizist für mich verwende, könnte ich schlicht und einfach Schreib(e)fachmann sein.

24.08.2010: Nur 427 Jahre

Kategorie: Varia
Veröffentlicht von: ludin
Seit 1.200 Jahren

23.8.10 (Kipa) "Mich fasziniert, dass dieses Kloster zeit seines Bestehens bewohnt war. Hier beten und arbeiten Benediktiner seit 1.200 Jahren. Auch heute leben hier noch zwölf Nonnen und eine Kandidatin. Dies hat eine spirituelle Dimension."

Elke Larcher, Leiterin des Klostermuseums Müstair, in einem Porträt der Neuen Zürcher Zeitung (23. August). Die PR-Beraterin ist seit 2007 Leiterin der Kommunikation der Stiftung Pro Kloster St. Johann in Müstair. Im Frühjahr übernahm sie zusätzlich die Leitung des Klostermuseums.

Bei uns im Kapuzinerkloster Wesemlin, Luzern, bloss seit 227 Jahren. Immerhin .....