«The Da Vinci Code»/«Sakrileg»
Zusammenstellung von kommentierten Links zu Buch, Film und Thesen
FilmplakatWährend Dan Browns Illumanti soeben in den Schweizer Kinos gestartet ist, feiert "The Da Vinci Code" - die Verfilmung von seinem Roman Sakrileg - am Sonntag, 17. Mai um 20.05 Uhr TV-Premiere auf SF2. «Der Film ist mehr als das Buch ´Sakrileg´», schreibt Charles Martig in seiner Filmkritik und stellt fest: «Die Kritik gegen die katholische Kirche ist deutlich abgeschwächt durch neue Elemente.» Das Dossier der Redaktion kath.ch erleichtert den Einstieg ins Thema und ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit den Thesen, die Dan Brown im Buch vertritt.
Jesus war verheiratet mit Maria von Magdala. Und zusammen hatten sie Kinder, deren Nachkommen bis heute leben. Dieses Gehemnis wird den christlichen Glauben in seinen Grundfesten erschüttern, wenn es einmal gelüftet wird. So jedenfalls behauptet es der amerikanische Bestseller-Autor Dan Brown in seinem Roman «Sakrileg», der weltweit bereits über 40 Millionen Mal verkauft wurde. Am 18. Mai 2006 brachte «Sony Pictures» das Buch - nach eigenen Angaben «einer der beliebtesten und umstrittensten zeitgenössischen Romane» - unter dem Originaltitel «The Da Vinci Code» als Film in die Kinos.Das Dossier der Redaktion kath.ch erleichtert den Einstieg ins Thema und ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit den im Buch von Dan Brown aufgeworfenen Fragen. Das Dossier wird bis Ende Mai 2006 laufend ergänzt.
Inhalt dieses Dossiers
Das Buch von Dan Brown
Das Buch «The Da Vinci Code» von Dan Brown erschien 2003 auf Englisch. Auf Deutsch kam es 2004 mit dem Titel «Sakrileg» auf den Markt.- Die ersten drei Kapitel als Leseprobe (dan-brown.de)
Hörprobe aus dem Hörbuch (mp3-Datei; dan-brown.de)- Online-Enzyklopädie Wikipedia - Guter Einstieg vor der Lektüre mit ausführlichen Hintergrundinformationen zu den wichtigsten Akteueren.
- amazon.de – bol.de – literaturschock.de – lesentoday.de
Hilfen zum Einstieg
Stimmen von LeserInnen
Der Film «The Da Vinci Code»
Die Dreharbeiten zum Film begannen Ende Juni 2005 in Paris und wurden im Oktober 2005 in England abgeschlossen. Der Film hat am 17. Mai 2006 Weltpremiere und eröffnet das internationale Filmfestival von Cannes. Am 18. Mai erfolgt der Kinostart in der Schweiz und in zahlreichen weiteren Ländern weltweit.- Offizielle Website zum Film
- Hintergrundinformationen zum Kinofilm von Ron Howard (Peter Hasenberg, Deutsche Bischofskonferenz)
- The Da Vinci Code - Filmkritik von Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst Zürich: «Der Film ist mehr als das Buch ´Sakrileg´.» «Die Kritik gegen die katholische Kirche ist deutlich abgeschwächt durch neue Elemente.» (film-dienst.de, 17.05.2006)
- Ausgedörrt – «Nach bisher unübertroffener Geheimniskrämerei im Vorfeld ist die Filmbombe des Sommers geplatzt: Hinter Schall und Rauch kommt eine phantasielose Schnitzeljagd zum Vorschein.» (Neue Zürcher Zeitung, 17.05.2006)
- Alles andere als eine Offenbarung – «Unterhaltend ist das alles nicht. Was den Film auszeichnet, sind Dan Browns Thesen, die als Offenbarung inszeniert werden. So könnten am Schluss die Kritiker aus Kirchenkreisen zu Verbündeten der 125-Millionen-Produktion werden. Wer ausser ihnen mag schon über diesen müden Film streiten? (Der Bund, 18.05.2006)
- Die Lust am Beweisen: «Es ist ein kluger (und unkontroverser) Film - aber er ist eben auch unsexy, sehr erwachsen, verstaubt, redselig, etwas langweilig. Und er lässt jeglichen Humor vermissen.» (bluewin.ch)
The Da Vinci Code – «Die von der Filmindustrie hoch geschürten Erwartungen kann der Film leider nicht erfüllen. (...) Er möchte alles erklären, ist aber zu kompliziert und verliert sich im Detail. Wer das Buch nicht kennt, ist mit der Geschichte überfordert, wer es gelesen hat, langweilt sich. Schade um die spannende Buchvorlage.» (kino aktuell, Schweizer Fernsehen, 17.05.2006)- In der theologischen Parallelwelt – «(...) die Mühe jeder Decodierung wird uns abgenommen, noch bevor wir sie als Mühe empfinden. Ein wirklich sehr komfortabler Film. Verschwörungstheoretiker könnten leiden. Ihre Sache ist der heilige Ernst, und den entwickelt Howards «Da Vinci Code» nur dort, wo er dem unkatholischen Theater der Gralshüter alle die Kanten abschleift, an denen sich ein relevantes orthodoxeres Publikumssegment stossen könnte.» (Tages-Anzeiger, 18.05.2006)
- "Vielleicht ist das Ganze ja ein Komplott des Heiligen Geistes" – Beat Müller, Sprecher von Opus Dei Schweiz, über den Film «The Da Vinci Code» (Kipa, 19.05.2006)
- Die katholische Personalprälatur «Opus Dei» reagiert mit einem Online-Dossier auf die Charakterisierung, die ihr von Dan Brown zugeschriebenen wird. Mit dem Dossier gibt Opus Dei «Antwort auf die Fragezeichen, die das Buch (...) über das Leben Jesu Christi, die katholische Kirche und das Opus Dei aufwirft».
- «Jesus De-Coded» (englisch) – Die US-amerikanischen Bischofskonferenz hat im März 2006 die Kampagne «Jesus De-Coded» (Jesus entziffert) lanciert. Eine Internetseite und ein Dokumentarfilm bieten «Schlüsselinformationen und Fakten über das Leben Jesu und die Ursprünge des Christentums».
Filmkritiken
Reaktionen von «Opus Dei»
Kirchliche Reaktionen vor dem Kino-Start
Zwischenrufe, kritische Anmerkungen und Hintergrundinformationen zu den im Buch aufgeworfenen Thesen
- Radiobeiträge von kath.ch
«Bei Maria von Magdala geht mir Dan Brown zu wenig weit» - Peter Zürn, Fachmitarbeiter bei der Bibelpastoralen Arbeitsstelle in Zürich, plädiert für einen unverkrampften und lustvollen Umgang mit der Tatsache, dass die Bibel einmal mehr Schlagzeilen macht (kath.ch, 03.05.2006)
«Nach bekanntem Muster gestrickt» – Klaus Berger, bis Ende April 2006 Professor für Neues Testament an der Universität Heidelberg, äussert sich in einem Radiobeitrag von kath.ch zum Phänomen «Sakrileg», stellt Fragen und gibt Erklärungsversuche. (kath.ch, 26.04.2006)- Was hat die Kirche unterdrückt? – Zu den biblischen Hintergründen von «Sakrileg/Da Vinci Code». Von Dieter Bauer, Leiter der Bibelpastoralen Arbeitsstelle in Zürich. Mit weiterführenden Links zum Thema «Apokryphen».
«Nur was verboten ist, ist interessant!» – Zwischenruf von Dieter Bauer, Leiter der Bibelpastoralen Arbeitsstelle in Zürich- «Da Vinci Code» theologisch geknackt - Interview mit Dieter Bauer (Kirchenbote für den Kanton Zürich)
- Wer bist du, Maria Magdalena? – Was die historischen Quellen sagen und was später daraus geworden ist (Artikel von Dieter Bauer im Aargauer Pfarrblatt «Horizonte», 28.05.2006)
- Geheimnis des Glaubens – Filmkritische Überlegungen von Charles Martig, Filmpublizist und Geschäftsführer des Katholischen Mediendienstes in Zürich
- Der billige Jesus – Kritischer Kommentar von Historiker Andreas Krummenacher (Redaktion kathbern.ch)
- Die Geheimisse des «The Da Vinci Code» – «Sakrileg» – von Pfarrer Joachim Müller, Leiter der katholischen Arbeitsstelle «Neue religiöse Bewegungen» der Schweizer Bischofskonferenz. Mit Literaturhinweisen (Schweizerische Kirchenzeitung SKZ, 19/2006, 11.05.2006)
- Eine Frau beflügelt die Phantasie – Ausgehend vom umstrittenen Film „The Da Vinci Code“ reden die Theologin Elsbeth Caspar und die Psychologin Christine Reimann über Machtfragen und die Rolle der Frau in der Kirche. (Bieler Pfarrblatt «angelus», 31.05.2006)
«Frau, warum weinst du?» – Eine Annäherung an Maria von Magdala, erste Zeugin der Auferstehung (Christkatholisches Kirchenblatt, 13.05.2006)
Maria von Magdala: Als Freundin Jesu unerwünscht – Wie die Männerkirche das Bild der ersten Apostelin entstellte und welche Folgen dies bis heute hat. Von Elisabeth Moltmann-Wendel (Website der «Initiative Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche»)- Wunderreise auf dem Zauberteppich der Fiktion – Die Popularität des Buches ist gross, und eine entsprechende Resonanz wird nun auch für den Film erwartet. Derweil hat der Vatikan die Katholiken aufgefordert, «Sakrileg» zu boykottieren. Was steckt dahinter? Artikel von Morgan Powell (Medienheft, 08.05.2006)
- Gerechtigkeit für Maria Magdalena Was wir über sie wissen und was der Film «The Da Vinci Code» daraus macht – Von Josef Imbach, während dreissig Jahren Professor für Fundamentaltheologie an der Päpstlichen Theologischen Fakultät S. Bonaventura in Rom, seit 2005 Lehrbeauftragter für Katholische Theologie an der Universität Basel (Bund, 12.05.2006)
- Der grosse Bildverdreher - Von Frank Zöllner, Kunsthistoriker Universität Leipzig (Die Zeit, 12.05.2006)
- Eine Dynastie Christi? - Die politische Theologie in Dan Browns Thriller «The Da Vinci Code». Thomas Macho, Professor für Kulturgeschichte an der Berliner Humboldt-Universität, geht der Frage nach, ob der Roman so kirchenkritisch und fortschrittlich ist, wie er sich gibt.
(Neue Zürcher Zeitung, 17.05.2006) - Wer regiert die Welt? – Der Roman «Sakrileg» mobilisiert millionenfach Wahrheitssucher. Vor allem auch junge Menschen lassen sich inspirieren (St. Galler Tagblatt, 17.05.2006)
- sakrileg-betrug.de - Die wohl informativste deutschsprachige Website zum Thema mit kritische Anmerkungen zum Buch und zur Arbeitsweise von Dan Brown. Autor ist der Publizist sowie Qumran- und Bibelforscher Alexander Schick. Schick gibt zusammen mit Michael Welte ausserdem das Buch heraus: «Das wahre Sakrileg. Die verborgenen Hintergründe des Da-Vinci-Codes – Das Geheimnis hinter Dan Browns Weltbestseller», Knaur-Verlag 2006 (erscheint am 12.05.2006)
- Sakrileg - Historische Wahrheit oder dreiste Erfindung? – Website der Karl-Leisner-Jugend «für alle, die sich ernsthaft fragen, wie es denn um die geschichtlichen Hintergründe zum ´Da-Vinci-Code´ bestellt ist». U.a. mit Informationen zur «Gnosis», deren Gedankengut die Basis des Roman bildet, und zur Entstehung des neutestamentlichen Kanons.
- Spannungsliteratur und Glaube – Website des deutschen Borromäusvereins (katholische Medienfachstelle), u.a. mit einem Artikel «Spannende Religiosität - Ein gelassener Blick auf Kirchenkrimis». Die Website geht der Frage nach, warum Autoren sich solche Stoffe aussuchen und warum altbekannte, mehr oder weniger sensible Materien wieder aufgewärmt werden.
- Jesus war auch nur ein Mann (stern.de, 17.02.2004)
- Geheimakte Sakrileg – mit Themen wie «Der Priester und das Pergament», «Der Heilige Gral: Die Schatztheorie», «Die Rolle der Maria Magdalena», «Dagobert und die Prieuré de Sion», «Unbekannte Geldquellen», «Plantards Prieuré». Eine DVD der Sendung ist im Medienladen in Zürich erhältlich (siehe unten «kostenpflichtige Angebote»).
- Maria Magdalena - Heilige oder Hure? – mit Themen wie «Von sieben Dämonen befreit», «Als Sünderin gebrandmarkt», «Ständige Jesus-Begleiterin», «Geliebte des Heilands?», «Die Apokryphen Evangelien»
Artikel
Websites
Online-Dokumentationen des ZDF
Kostenpflichtige Angebote
- Paket mit Hintergrundmaterialien aus dem katholischen Bibelwerk – Themen «Die apokryphen Evangelien» und «Maria Magdalena». Kosten: Fr. 25.-
- DVD «Der Da Vinci Code entschlüsselt» – Die Dokumentation beleuchtet die Thesen, die Dan Brown in seinem Bestsellerroman «Sakrileg» aufstellt. Bedeutende Wissenschaftler, Theologen und Archäologen nehmen zu den gewagten Thesen Stellung und versuchen, den Code zu entschlüsseln. Erhältlich im Medienladen Zürich.
- DVD «Terra X - Expeditionen ins Unbekannte III» – u.a. mit «Geheimakte Sakrileg - Der Mythos von Rennes-le-Château»: Gibt es eine Geheimorganisation, die verschwörerisch die Blutlinie Jesu bis in die heutige Zeit vertritt? Erhältlich im Medienladen Zürich.
- Religion im Fantasy-Film - e-Dossier der «Herder Korrespondenz», u.a. mit dem Artikel von Joachim Valentin «Scharlatanerie oder neue Religion? Die Romane Dan Browns als Herausforderung für Kirche und Theologie.» Dazu weitere jüngere Beiträge der Herder Korrespondenz zu den religiösen Dimensionen von Fantasy- und Science-Fiction-Filmen. Kosten: 4,90 €
Die «Da Vinci-Code»-Manie
Auf den Spuren des «Da Vinci Codes»
- «Sakrileg»-Touristen in Paris - In Paris, dem Ort der Handlung des Bestsellers, begeben sich immer mehr Dan Brown-Fans auf Spurensuche (zdf.de)
- Touren durch Paris auf den Spuren des «Da Vinci Codes»
- «Symbolologische Fakultät» – Lernen Sie die Welt der Symbolforschung und seiner kniffligen Rätsel kennen: Ein interaktives Online-Spiel «Sakrileg - The da Vinci Code»
- Anagramm-Generator in deutscher Sprache
- Stichwort «Anagramm» (Online-Enzyklopädie Wikipedia)
Spielerisches
Anagramme selber erstellen
kath.chkath.ch, 15.05.2009
Portal kath.ch – Das Internetportal der Katholischen Kirche der deutschsprachigen Schweiz


